Architektur & Referenzen

Die Freude, Individualität zu zeigen

Eine sonnige Lage und viele Badezimmer: ein Eigenheim nahe dem Hauptsitz von LAUFEN in der Schweiz zeigt klare Linien, kontrastreiche Harmonie und überzeugt mit viel Liebe zum Detail.

Der alte Obstgarten mit Weitblick am Rande der ortsbildgeschützten Kernzone einer kleinen Gemeinde im Baselbieter Tafeljura war im Dornröschenschlaf. Die beiden Bauherren Roger Furrer und Maximilian Grieger sahen in dem Stück Land an aussichtsreicher Sonnenlage grosses Potential zur Verwirklichung ihres Traumhauses mit Ausblick. Unterstützung fanden sie bei Philipp Bergamelli, seines Zeichens Architekt ETH und spezialisierter Planer im denkmalgeschützten Kontext bei Blum + Grossenbacher Architekten in Langenthal. Die Inspiration für das entstehende Projekt hat sich genährt aus den vorgefundenen Herausforderungen – die unverbaubare Hanglage mit sechs Meter Höhendifferenz beim Terrain und die zu berücksichtigenden Vorgaben der Denkmalpflege in Bezug auf die Gestaltung des Hauses und der Raumplanung.

In einer intensiven Entwurfsphase wurden die Wünsche der Bauherren eruiert und zeitgleich die Anforderungen der baulichen Topografie analysiert. Das abschüssige Terrain führte schliesslich zu einer parallel verschobenen Schnittfigur im Grundriss, die es dem Bau erlaubte, sich dem Gelände anzupassen, statt es zu beherrschen. Anstelle der durch die Verschiebung im Grundriss entstandenen Leerräume wurden ein überdachter Autoabstellplatz auf der einen, sowie ein Aussensitzplatz auf der gegenüberliegenden Seite architektonisch integriert. Von aussen betrachtet tritt das Haus mit 180 m2 Wohnfläche somit als formal abgeschlossener ortstypischer Satteldachbau elegant in Erscheinung.

Spätestens beim Hauseingang wird das Material, das den gesamten Bau kleidet, erkennbar: gräuliche zementgebundene Platten, in einem wiederkehrenden Muster unterteilt, kleiden die gesamte Fassade und verleihen ihm eine moderne und durch die subtilen, farblichen Nuancierungen zugleich eigenständige Ausstrahlung. 

Das Entrée, ein schmaler, länglicher Gang mit hohen Fenstern zum grosszügigen Carport, öffnet sich zur rechten hin in einen lichterfüllten Küchen- und Essbereich, dessen Höhe von über acht Meter sich – in Anlehnung an das «Case Study House No. 8» von Ray und Charles Eames in Los Angeles – bis unters Satteldach erstreckt und den Raum mit einer ungeahnten Grosszügigkeit erfüllt. Auf der dem Hang zugewandten Seite sind oberhalb der lichtgebenden Fenster zahlreiche Gemälde, Photographien und Kupferstiche in einer Salonhängung kunstvoll angeordnet. Die Verbundenheit zu Kunst und Design der Hausbesitzer zeigt sich in den mit Einrichtungsklassikern möblierten Räumen in einer unaufgeregten Art und Weise. Eine exquisite Wohnatmosphäre ist im ganzen Haus zu spüren durch die Liebe zum Detail in den architektonischen Räumen, welche akzentuiert werden durch die eingebauten zeitlosen Wohnelemente.

«Unser Traum des authentischen Domizils war immer inspiriert von unserem Denken eine architektonische Hülle zu schaffen, in welcher wir einen sicheren Raum des Wohlbefindens mit viel Substanz erleben.» – Maximilian Grieger

Zentrum des Erdgeschosses ist die offene Küchenzeile in einladender Bronzeoptik sowie der angrenzende Essbereich, der zu geselligen Runden und gemütlichem Beisammensein lädt.  

Dahinter öffnet sich der Wohnbereich sowie ein mittels Schiebetür vom Salon abtrennbares Arbeitszimmer mit Bibliothek. Durch die von der Strassenseite abfallende topografische Lage ergibt sich vom gesamten Haus aus eine leicht erhöhte, unverbaubare Sicht über die hügelige Landschaft des Schweizer Tafeljuras, und ein an klaren Tagen gegebener Fernblick gar bis in den Schwarzwald in Deutschland. Im Innern schafft währschaftes Eichenparkett Ruhe und Harmonie in den bunt bestückten, lichterfüllten Räumlichkeiten.  

Die Bäder im Haus, sind bester Beweis dafür, wie die sich die Architektur des Hauses zwanglos mit den verbauten Badeinrichtungen miteinander kombinieren lassen. So findet sich im Erdgeschoss etwa die runde Waschtischschale aus der Feder von Andreas Dimitriadis, für die der brasilianische Modedesigner Ronaldo Fraga im Rahmen einer Sonderedition ein Mischwesen aus halb Mensch halb Fisch entworfen hat. Das knallige Rot des Designs ziert den Waschtisch aus weisser Saphirkeramik und steht dabei im komplementären Kontrast zu den türkisfarbenen Fliesen, die die Rückwand des Bads kleiden. Die kreisrunde Formensprache des Waschtischs, der auf einem Marmorstein platziert ist, referenzierend findet sich daneben das Wand-WC aus der Serie Val von Konstantin Grcic, vis-à-vis dem organisch geformten Urinal aus der IlBagnoAlessi-Serie von LAUFEN.

«Der Ausdruck unserer Individualität im Bad ist uns wichtig für unser Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele und reflektiert somit, wie wir mit qualitativ hochwertigen Produkten und Materialien unseren eigenen Stil definieren.» – Roger Furrer

Von der offen angelegten Küche führt eine Treppe in die obere Etage, wo ein weiteres Arbeitszimmer mit Loggia sowie der Schlafbereich mit dazugehörigem Master-Bad angelegt sind. In Letzterem trifft man erneut auf das erfrischende Türkis der Wandfliesen. Bodenplatten in Terazzo-Optik versprühen eine frische und zugleich zurückhaltende Atmosphäre. Zentraler Fokus bildet hier ein Waschtischmöbel in dunkler Eiche, das mit seiner reduzierten, grazilen Formensprache die beiden asymmetrisch geformten Waschbecken perfekt in Szene setzt. In die Nische unter der Dachneige eingebaut findet eine Badewanne Platz. Daneben, vom Waschraum abgetrennt, gelangt man zur Toilette mit dem Dusch-WC Riva sowie einem weiteren Il Bagno Alessi-Urinal. Eine ebenfalls in den türkisenen Fliesen ausgekleidete Regenwalddusche, welche ausgestattet ist mit einer mit einer Duschrinne mit Wasserwärmerückgewinnung, komplettiert das Bad.  

Im Untergeschoss und mit direktem Zugang in den sonnigen Garten ist eine Atelier-Wohnung mit gedecktem Aussensitzplatz mit Weitblick angelegt. Heute dient der Bereich als Loungebereich mit angrenzendem Gästeschlafzimmer. Das Gästebad referenziert optisch und formal die beiden oberen Bädern und spricht mit einem erneuten Mix von Produkten der Kartell ● LAUFEN Kollektion dennoch eine eigenständige Sprache. Durch geschickte Überlegungen können diese Räume jederzeit problemlos umgestaltet werden – vom separaten Eingang bis zu den Anschlüssen für eine zweite Küche ist alles gerüstet. Die beiden Hausbesitzer geniessen jedoch mit Ihren Gästen ihre Sonnenlage auf gesamter Fläche und Höhe und bieten Inspiration und Kreativität für ein einzigartiges Zuhause.