VON DER GRÜNDUNG ZUM GLOBAL PLAYER - 125 JAHRE KERAMIK LAUFEN

Seit 125 Jahren fertigt Keramik Laufen im namensgebenden Ort im Kanton Baselland qualitativ hochstehende Produkte. Was mit einem Werk für Ziegel und Backsteine begann, hat sich über die Jahre zu einem internationalen Unternehmen entwickelt, das aus der Baddesign-Szene nicht mehr wegzudenken ist.

Am 4. Juli 1892 begab es sich, dass Joseph Gerster-Roth, Johann Spillmann und Albert Borer im Gasthaus Lamm in Laufen zusammensassen und die Tonwarenfabrik Laufen AG gründeten. Der Standort Laufen spielte bei den Gründungsgedanken eine wichtige Rolle. Das natürliche Lehmvorkommen in der Region, das Wasserkraftwerk, der Eisenbahnzugang und die langjährige Tradition im Umgang mit Lehm boten die perfekte Ausgangslage für die erfolgreiche Herstellung von Ziegeln und Backsteinen.

Am 26. November 1925 kam es auf die Initiative von Guido Gerster, Direktor und Verwaltungsrat der Tonwarenfabrik Laufen, zur Gründung der «AG für keramische Industrie Laufen», die als erstes und bis heute einziges Schweizer Unternehmen Keramik für den heimischen Sanitärmarkt herstellt.

1952 unternahm Keramik Laufen ihre ersten internationalen Schritte und baute im brasilianischen Campo Largo ein Werk für die Herstellung von Wand- und Bodenplatten. Heute verfügt das Unternehmen über Produktionsstandorte in der Schweiz, Österreich, der Tschechischen Republik und Polen.

Im Laufe der Jahre lancierte Keramik Laufen bahnbrechende Innovationen wie das Druckgiessverfahren, das die industrielle Fertigung revolutionierte oder jüngst die SaphirKeramik, mit der Keramik Laufen einen neuen Trend in der Badgestaltung setzte. Ebenso wichtig sind bei Keramik Laufen die stetigen Weiterentwicklungen in puncto Design:

«The bathroom that’s a PORSCHE» unter diesem Titel machte eine Pressemitteilung aus Laufen die erste Design-Kollektion, die 1989/1990 mit der Porsche Design Group entwickelt wurde, bekannt. Seither kreiert Keramik Laufen gemeinsam mit renommierten Designern regelmässig aussergewöhnliche Badkonzepte.

Mit dem Ziel, sich fortan auf die Kernaktivität Sanitärkeramik zu fokussieren, erfolgte in den 90er Jahren eine Umstrukturierung des Konzerns. 1999 übernahm Roca die Keramik Holding AG. Mit dieser Transaktion entstand der weltweit zweitgrösste Anbieter für Sanitärprodukte. 2007 stiess die Similor AG – mithin einer der ältesten Armaturenhersteller der Welt – mit ihren Marken arwa, Similor Kugler und Sanimatic zur Roca-Gruppe. Im Jahr 2009 bezog das Unternehmen die neu erbaute Fabrik in Laufen. Mit der Verlegung der Similor nach Laufen ist zusammengekommen, was zusammengehört: nämlich hochstehende Sanitärkeramik und Armaturen für Bäder und Küchen.


MEILENSTEINE IN DER GESCHICHTE VON LAUFEN

2017

Im Jahr 2017 feiert die Keramik Laufen AG ihr 125-jähriges Firmenjubiläum.

2013

Mit der Entwicklung der SaphirKeramik stellt Keramik Laufen eine bahnbrechende Weltneuheit vor und setzt einen neuen Trend in der Badgestaltung. SaphirKeramik Entwürfe erlauben extrem dünne und doch robuste Wandungen sowie eng definierte Radien von nur 1–2 mm während bisher ein Minimumwert von 7–8 mm als State-of-the-art galt. Die erste SaphirKeramik Kollektion wird von Ludovica und Roberto Palomba entworfen und ist die Geburtsstunde von Kartell by Laufen.

2009

Das Ausstellungsgebäude LAUFEN Forum öffnet seine Pforten. Zudem werden der Hauptsitz und die Produktion der Similor nach Laufen verlegt. Es war der letzte Schritt, mit dem in Laufen das Schweizer Badkompetenzzentrum geschaffen wurde.

2007

Roca kauft die älteste Armaturenfabrik der Schweiz: Die Similor SA mit ihren Marken arwa, Similor Kugler und Sanimatic.

2002

Keramik Laufen lanciert 2002 mit «Tam Tam» den ersten stehenden Waschtisch, der in einem Stück gegossen wird. Der Waschtisch gehört zur Designlinie ILBAGNOALESSI One von Stefano Giovannoni.

1999

Keramik Laufen wird ein Teil der ROCA Gruppe und gehört damit zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Badezimmer-Ausstattung und Sanitärkeramik.

1997

Von 1992 bis 1997 verschuldete sich das Unternehmen durch Akquisitionen und machte sich an die seit Jahren fällige Umstrukturierung.

1990

Keramik Laufen setzt verstärkt auf Design-Innovationen: Porsche Design wird als erster internationaler Name beigezogen.

1982

Das von Keramik Laufen entwickelte Druckgiessverfahren wird im Oktober 1982 an der Internationalen Keramikmaschinen-Ausstellung CERAMITEC in München erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Technologie, die neue Massstäbe in der Sanitärbranche setzte.

1973

Auszug aus der Hauszeitschrift Brennpunkt: «Am Samstag, dem 18. August, nachmittags kurz vor 3 Uhr, ist in der zur Tonwarenfabrik Laufen AG gehörenden Bodenplattenfabrik ein Brand ausgebrochen. Der grösste Teil der Fabrik ist vollständig niedergebrannt…»

1970

Die Keramik Holding AG Laufen wird gegründet. Das Holding-Dach war notwendig geworden, um den unterschiedlichen Bedingungen der einzelnen Betriebe zu entsprechen und um sie mit einer adäquaten Organisationsstruktur führen zu können.

1967

LAUFEN übernimmt die in Wien domizilierte OESPAG (Österreichische Sanitär-Keramik und Porzellanindustrie AG) mit ihren beiden österreichischen Produktionsstandorten in Gmunden und Wilhelmsburg.

1952

Im brasilianischen Campo Largo, einer Vorortsgemeinde der Metropolenregion Curitiba, baut die AG für keramische Industrie Laufen innert kurzer Zeit ein Werk, um zukünftig auch in Brasilien Wand- und Bodenplatten zu produzieren. Eingetragen wird die Firma unter dem Namen INCEPA S.A.

1949

Nach dem 2. Weltkrieg wartet ein weites Schienennetz der Schweizerischen Bundesbahnen SBB auf die Elektrifizierung von Starkstrom-Freileitungen. In Laufen nimmt man die Produktion von Elektroporzellan – vor allem Isolatoren – auf und beliefert damit die SBB.

1938

Auf die Wandplattenproduktion folgt die Bodenplattenproduktion. Das Steinzeug-Bodenplattenwerk wird in Laufen erstellt. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld entstehen neue Arbeitsplätze.

1934

Die Tonwarenfabrik Laufen baut eine Fabrik zur Herstellung von Wandfliesen und Steingut. Ein grosser Nutzen für das Baugewerbe, vor allem in den Jahren des II. Weltkrieges (1938–1945), als die Schweiz während längerer Zeit von jeglichen Importen abgeschnitten war.

1931-33

Die AG für keramische Industrie Laufen entwickelt ein neues, porzellanartiges Erzeugnis namens KILVIT. Es ist härter als Feuerton und der Scherben ist vollständig weiss und dicht. KILVIT ist ein Akronym und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben K (Keramische) I (Industrie) L (Laufen) und VIT (Vitreous China) zusammen.

1925

Am 26. November 1925 wurde auf Direktive von Guido Gerster, Direktor und Verwaltungsrat der Tonwarenfabrik Laufen, die «AG für keramische Industrie Laufen» gegründet. Das Unternehmen fertigte erstmals Schüttsteine und Wandbecken aus Feuerton.

1924

Der Aufschwung der goldenen 20er Jahre versetzt die Schweiz in eine rege Bautätigkeit. In Laufen kann ein dritter Ofen eingeweiht werden. Dauerte das Brennen in den Öfen zuvor 170 Stunden, reduziert sich der Prozess dank dem Tunnelofen auf nur noch 40 Stunden. Das Aktienkapital der «Tonwarenfabrik Laufen» wird im Jahr 1924 auf 1 Mio. CHF erhöht.

1905

Mit dem neuen Werk kommt es zur Einrichtung einer Fabrikkantine, in der Mitarbeiter für 40 Rappen mit einem währschaften Mittagessen verköstigt werden.

1898

Die Nachfrage nach den Produkten war so gross, dass sich der Bau eines zweiten Werkes aufdrängte. Die Fabrik, die 1898 in Betrieb genommen wurde, diente hauptsächlich der Herstellung von Stangfalz und Nasenziegeln sowie Drainierröhren.

1892

Am 4. Juli 1892 wird die «Tonwarenfabrik Laufen» durch die Herren Albert Borer, Johann Spillmann und Joseph Gerster-Roth gegründet. Das Werk beginnt mit der Produktion von Ziegel- und Backsteinen.